Lang erwartet und dann schon wieder vorbei, das liegt wohl in der Natur von Kurzurlauben. Und so sind wir nun schon wieder eine Woche im Lande nach unserem kurzen 9-Tage-Trip nach Kalamaki im Süden Kretas.
Obwohl ich es geplant hatte, war mir im Urlaub trotz WLAN und UMTS-Karte nicht nach Schreiben, so dass es mit den vorgesehenen Berichten von Unterwegs nichts geworden ist.
Allerdings bewegte sich unsere Reise auch in völlig unspektakulären Bahnen, so dass es ein kurzer Bericht hier, ein paar Bilder und später auch ein paar Fakten zu Kalamaki (dann aber auf kalamaki.me) völlig ausreichend sein werden.
Die Anreise mit Condor war problemlos, die Übernahme des Mietwagens von Kalamaki Rent Motors noch schneller und professioneller als gewohnt, da neuerdings die relevanten Daten für den Mietvertrag (Ausweisnummer, Führerscheinnummer, Daten usw.) vorab abgefragt werden und vor Ort in Heraklion dann tatsächlich der Papierkram nur noch eine schnelle Unterschrift erfordert. Perfekt, so waren wir trotz Plaudern innerhalb von 5 Minuten auf dem Weg in den Süden nach Kalamaki und konnten schon bald kurz nach Agia Varvara denn geliebten ersten Blick auf die Messara-Ebene werfen. Einfach schön.
Nach einer kurzen Begrüßung und etwas Quatschen im KRM-Office an der Plateia von Kalamaki ging's dann auch direkt in die gebuchte Unterkunft. Wir hatten uns wie üblich (und wegen der absoluten Top-Qualität) für die Apartments Finikas entschieden. Diesmal für das Haus 2, womit wir nun alle drei Häuser "durch" haben.
Da das Haus zwei in zweiter Strandreihe liegt, hatte ich bzgl. Meerblick etwas Bedenken, obwohl wir uns für das Studio Nummer 30 in der oberen Etage entschieden hatten. Die Zweifel waren aber unnötig, der Meerblick (und die Ansicht der Paximadia-Inseln) ist fast ungetrübt, man guckt sehr schön über das Dach des vorgelagerten Hauses hinweg und hat so eine bezaubernde Aussicht. Leider gibt es auch dort eine durchgehende Matratze, was das einzige kleinere Manko für uns an den Apartments Finikas ist und uns von Buchungen dort aber nicht abhält. Das Gesamtpaket stimmt trotzdem.
Wirklich viel unternommen haben wir in der wenigen, zur Verfügung stehenden Zeit nicht:
- Ausflug nach Plakias, Preveli und Umgebung mit Besuch netter Foren-Freunde
- Spazierfahrt durch's Amari-Becken mit Besichtigungen von Olivenbäumen, Kirchen und sonstiger Kultur
- Bummeln durch die umliegenden Orte wie Sivas, Pitsidia, Kamilari (nicht Matala!
)
- Spaziergänge
- Wellen zählen und der Sonne beim Untergehen hinter den Paximadia zugucken
Naja, und natürlich stand jeden Abend gemütlich Essen gehen auf dem Programm...
Allerdings meist nicht in Kalamaki, denn Kalamaki ist zwar für den "Sundowner" optimal, das Essen allerdings unserer langjährigen Erfahrung nach zwar nicht schlecht, aber oft durchschnittlich und touristisch, letztlich langweilig. Daher fahren wir zum Essen eigentlich lieber in die umliegenden Dörfer, dieses mal im wesentlichen zu diesen Tavernen:
- Sivas: Taverna Sactouris; bei Jannis und Sofia haben wir dieses Mal ganz hervorragend gegessen; gut gekochte, abwechslungsreiche Gerichte
- Kamilari: Pizzeria Ariadni; für mich schlicht die weltbeste Pizza (und einer der allerbesten Feta sto fourno Griechenlands), in sehr schönem Ambiente mit fast ausschließlich Kerzenlicht
- Sivas: Taverna Sigelakis; hat uns diesmal etwas enttäuscht, wir schieben das aber auf die Tagesform und unsere Auswahl der Gerichte. Im nächsten Urlaub testen wir noch mal.
Vor und nach dem Essen in Kalamaki haben wie gewohnt gerne bei Michalis im "Cafe Paradise" direkt an der Strandstrasse mittendrin gesessen, WLAN vorhanden!
Einen erst doch schockierenden Anblick bietet der abgebrannte Palmenstrand von Preveli, für den es allerdings offenbar (und ganz gut sichtbar) Hoffnung gibt: So gut wie alle Palmen, die wir sehen konnten, haben ein grünes Blätterherz in ihrem verkohlten Äußeren; und es sieht so aus, als ob diese Blatt-Austriebe sogar nach dem Brand schon ein Stück gewachsen sind. Überall auf der Insel blühen momentan Meerzwiebeln, was vor allem in der verbrannten Landschaft um das Kloster Preveli herum etwas bizarr und fast schon außerirdisch schön aussieht:

Eines der schönsten Erlebnisse in Kalamaki war aber das Ausräumen eines zeitlich überfälligen Nestes von Caretta Caretta, der unechten Karettschildkröte, welches durch Stürme auch mit zuviel Sand begraben war, so dass die kleinen Schildkröten keine echte Chance hatten, selbst ans Tageslicht (oder eher Mondlicht) zu kommen. Die freiwilligen Helfer der Schutzorganisation ARCHELON (die sich übrigens auch über Spenden und Unterstützung freuen!) haben die Kleinen befreit und sie dann über einen "Highway" zum Wasser krabbeln lassen, was notwendig ist, um die Muskulatur der Beine/Flossen soweit zu trainieren, damit die Tiere dann erfolgreich lospaddeln können. Sie haben es schließlich schwer genug, schätzt man doch, dass nur 1 von 1000 Schildkröten zur Eiablage zurückkehren wird...
Hier zwei Bilder von Wettlauf zum Wasser:


Dem Leser, der bis hier hin durchgehalten hat, will ich nun auch einige Sonnenuntergänge nicht vorenthalten. Alles weitere zu Kalamaki findet sich, wie oben schon erwähnt, dann künftig meist auf meiner speziellen Kalamaki-Webseite.



Teilen