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Kreta: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps
Neu ab: EUR 21,90
Gebraucht ab: EUR 21,60
Bewertung: 
Amanzon-Kundenurteil/Testbericht
Wer das ursprüngliche Kreta erleben will und dabei auf ein verlässliches Reisehandbuch setzt ist hier genau richtig. Insbesondere die Möglichkeit Wanderungen mit GPS Unterstützung durchzuführen, finde ich eine tolle Kombination. Die Daten holt man sich online vom Verlag. Der Reiseführer bringt einen an Orte, die wirklich einzigartig sind. Wir fahren nun bereits das dritte Jahr hintereinander nach Kreta und das Reisehandbuch inklusive der herausnehmbarern Karte war und ist immer dabei. Wie gesagt, es gibt kein Besseres.
Wir waren überrascht wie genau und detailliert dieser Führer ist. Er hat uns sehr geholfen um auf Kreta zurecht zukommen.
Um es vorweg zu nehmen: Es gibt keinen besseren (deutschen) Reiseführer für Kreta - leider... Der Michael-Müller-Verlag ist bekanntlich Synonym für erstklassige Griechenland-Reiseführer. Dieser fällt allerdings und unerklärlicher Weise so negativ aus der Reihe, dass man überlegen sollte, "flankierend" zu englischem Material zu greifen.
Positiv: Vom Umfang her ist dieser Reiseführer nicht zu schlagen, in aller Regel sind die Informationen auch gut strukturiert, der teilweise schlechte journalistische Schreibstil Geschmackssache. Der Informationsgehalt ist wirklich enorm, für jeden ist etwas dabei und nur deshalb (!) verdient er den dritten Stern.
Negativ: "Auflage 2009" ist - sorry - ein reiner Etikettenschwindel. In 2 Wochen Kreta rauf und runter mussten wir dies mehrfach feststellen. Dass die Wildziegen in der Samaria-Schlucht mittlerweile nicht mehr äußerst selten anzutreffen sind, sondern im Ort Samarià den Touristen sogar aus der Hand fressen, mag man nachsehen. Der gutgemeinte Tipp aber, sich die Sitzplätze im Zubringerbus ab Chania (KTEL) am besten vorher reservieren zu lassen, führt hingegen lediglich dazu, dass man den Weg zum Busbahnhof am Vortag umsonst geht. Man kann nämlich mittlerweile nichts mehr reservieren und verliert so nur unnötig Zeit. Nicht nur lästig, sondern wirklich ärgerlich hingegen sind die subjektiven Eindrücke des Autors, besonders, wenn es um Restaurant-Tipps geht. Empfehlungen wie "sehr gute kretische Küche" werden da z.T. für reine Touristenabsteigen vergeben, in denen u.a. auch Schnitzel, Pizza und Toast angeboten werden oder aber griechische Allerweltsküche mit industriellen Fertiggerichten. Immer wieder fiel uns dabei auf, dass die empfohlenen Wirte von ihrer positiven Erwähnung im Reiseführer wußten, weil der Autor selbst sich ihnen als solcher zu erkennen gegeben hatte (es überrascht daher nicht, dass umgekehrt auch immer wieder von besonders freundlichen oder großzügigen Wirtsleuten die Rede ist). Die Freundlichkeit endet nämlich spätestens dann, wenn der Wirt merkt, dass er keinen "normalen" Touristen, sondern einen die Sprache fließend sprechenden Griechen vor sich sitzen hat, der etwa zwischen hausgemachten und Fertigsalaten unterscheiden kann. Ein ähnlich persönlich gehaltener Übernachtungstipp in der Altstadt von Chania aber war mit Abstand "der Hammer". Von außen ein altes, italienisch anmutendes Gebäude mit einem engen Eingang in einer Seitengasse. Die Treppe zu den oberen Zimmer ist so steil und eng, dass man maximal einen Trolley verwenden kann. Der Hausherr war zunächst auch sehr freundlich und redselig (er erzählte schmunzelnd, dass der nette Journalist vom Michel-Müller-Reiseführer ihm sogar über seine Söhne nach New York hatte ausrichten lassen, dass seine Pension wieder im aktuellen Reiseführer empfohlen werde). Das einzig noch freie Dachgeschosszimmer schien im ersten Moment auch tatsächlich ein Volltreffer zu sein. Schnuckelig eingerichtet, vielleicht ein bißchen eng, aber mit eigener Dachterrasse und tollem Ausblick! Wir wollten schon fast alle Pläne über Bord werfen und für eine ganze Woche dort logieren, so groß war anfangs die Begeisterung. Nach der zweiten Nacht hingegen waren wir froh, endlich draußen zu sein. Dass das Haus weder von außen, noch von innen auch nur ansatzweise etwas mit einem venezianischem Palazzo zu tun hat, war uns egal (in der Tat hatte innen nahezu alles einen "Do-it-yourself"-Anschein). Zimmer und Bad jedoch waren beim zweiten Blick nicht nur ungepflegt, sondern total verdreckt. Der Duschabfluss war verstopft, über die Marmorsperre tretendes Duschwasser lief zwar über den Reserveabfluß neben der Toilettenschüssel ab, gleichzeitig aber leider auch mitten in das Schlafzimmer, so dass wir mehrfach eine halbe Überschwemmung hatten (beim Zahlen haben wir dem Besitzer, der mangels fest besetzter Rezeption nur zufällig oder über Handy erreichbar ist, davon berichtet, wahrscheinlich wird er das Leck suchen, sicher ist das aber nicht, denn dass z.B. die 2. Nachttischlampe im Zimmer schon seit geraumer Zeit keine Glühbirne mehr hatte, hat ihn ebenfalls nicht sonderlich gestört). Das absolute "No-go" aber war die Gesellschaft in Form von etwa einem halben Dutzend Küchenschaben, das es sich jede Nacht in unserem Bad gemütlich machte (was bedeutet, dass alle Zimmer davon betroffen sind). Als wir dem Besitzer bei der Abreise auch davon berichteten, verhielt er sich plötzlich eher distanziert. Vielleicht fragen Sie sich nun, wie man in diese Absteige gelangen kann? Ganz einfach nachzulesen auf S. 600 dieses Reiseführers: "Kleine Pension in einem 600-jährigen venezianischem Palazzo. Die beiden netten Besitzer... haben viel Geld, Zeit und Liebe in die Instandsetzung des Hauses investiert - ein echtes Schmuckstück mit viel altem Charme. Zimmer gepflegt und geräumig..."
Umgekehrt wiederum werden echte Geheimtipps als solche gar nicht wahrgenommen, sondern oft nur nebenbei erwähnt. Wer z.B. in Westkreta ist und wirklich authentische kretische Küche genießen und vom Massentourismus unverdorbene Kreter kennenlernen will, sollte den Weg nach Pollirrinia zur Taverne "Akropolis" in Kauf nehmen. Ach ja: Das Wirtsehepaar ist keine "junge Familie" (wie auf S. 656 beschrieben) mehr, sondern zusammen mindestens 140 Jahre alt, die englisch sprechende Tochter mittlerweile selbst verheiratet und Mutter eines Kindes (soviel zur Neuauflage).
Fazit:
1. Es gibt keinen besseren, weil informativeren Reiseführer für Kreta, wer aber Geld sparen will, kommt getrost mit einer Alt-Auflage aus.
2. Überall da, wo der Autor (dessen negativer Grundton im Schreibstil von einem anderen Rezendenten zu Recht gerügt wird) Einheimische namentlich lobend erwähnt, sollte man besonders kritisch sein.
3. Von griechischer Küche und den Menschen dort hat der Autor allenfalls soviel Ahnung, wie von venezianischen Palazzi.
4. Bleibt zu hoffen, dass der Michael-Müller-Verlag im Interesse seines guten Namens die nächste Auflage grundlegend überarbeitet und damit vielleicht einen Autor betraut, der sich selbst ein objektives (!) Bild macht über Empfehlungen und Geheimtipps.
In diesem Reiseführer wird wirklich alles beschrieben.
Jede Ecke von Kreta wird erwähnt. Das es schon die 18. Auflage ist, spricht für sich.
Es ist kein Reisebüchlein sondern ein dickes Reisehandbuch, doch für diesen Informationsgehalt, ist jedes Gramm mehr Wert.
Auf etwas mehr als 750 Seiten werden werden Unmengen an Urlaubs- und Insidertipps sowie Informationen rund um die Insel Kreta vermittelt. Die Informationen sind sehr ausführlich und sogar Grundrisse einzelner Ruinen sowie Führungen durch Museen sind enthalten. Alles mit guten Wegbeschreibungen, so das man das gewünschte Ziel auch ohne Navi problemlos finden kann (eine zusätzliche Übersichtskarte die es meistens umsonst bei der Autovermietung gibt ist allerdings trotzdem empfehlenswert, da es keine solche in dem Buch gibt). Generell sollte man sich ein Auto mieten, um alle Stellen der Insel erreichen zu können, da man mit dem Bus eher eingeschränkt ist. Ich kenne keinen anderen Reiseführer, der einem so viele gute Informationen über diese Insel geben kann. Beim Durchblättern wird schnell klar: Man benötigt mehr als 14 Tage um alles Sehenswerte dieser Insel zu sehen.
Zudem werden viele Wanderstrecken vorgestellt, wobei einige allerdings erhöhten Schwierigkeitsgrad haben, da sie sich über einen ganzen Tag ziehen können und über Felsen und Stein gehen, also definitiv nicht alles nette Spaziergänge sondern teils wirklich auch für trainierte Menschen anstrengend (auf jeden Fall immer viel zu trinken mitnehmen und Pausen machen). Allerdings wird man hierbei mit wunderschönen Ausblicken belohnt. zudem werden auch Ziele vorgestellt, an denen man sich nicht mit tausend anderen Touristen längsdrängeln muss.
Insgesamt kann ich diesen Reiseführer allen, welche Urlaub auf Kreta machen und hierbei nicht nur am Stand vor dem Hotel liegen wollen sehr empfehlen. Volle fünf Sterne.
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