Gelesen: „Kretische Einsichten“ von Heinz-Peter Wagner


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Dieses Jahr hatte das Christkind (in Form meiner Gattin) eine besondere Überraschung unter dem Weihnachtsbaum platziert: Das Buch „Kretische Einsichten“ von Heinz-Peter Wagner.

Der Autor beschreibt darin seine Erfahrungen auf Kreta und mit den Kretern, die er durch das Leben vor Ort in der Nähe von Chania gesammelt hat.

Erschienen ist das Buch auf der Selfpublishing-Plattform von Amazon, erhältlich ist es dort sowohl als Taschenbuch als auch in Form eines E-Books für Kindle.

Rein äußerlich macht das Buch nicht viel her, es erfüllt wie so viele selbst publizierte Bücher leider keine größeren Ansprüche an Schriftbild und Satz. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken dort ist es aber grammatikalisch und von der Rechtschreibung her von guter Qualität und auch der Schreibstil des Verfassers ist angenehm.

Täuschen lassen sollte man sich jedoch nicht von der Seitenanzahl, die knapp 140 Seiten schafft man bequem in nur 2 Stunden zu lesen, da die Schriftgröße eher für ein Vorschulbuch geeignet scheint und noch dazu mit ordentlich Zeilenabstand gedruckt wurde. Wenn jetzt noch ein entsprechender Korrekturrand vorhanden wäre, könnte man es glatt für die Hausarbeit eines FH-Studenten halten. ;-)

Aber mal weg von den Äußerlichkeiten und hin zu den Inhalten:

Eingebettet in den zeitlichen Kontext des Aufenthaltes auf Kreta beschreibt Heinz-Peter Wagner die unterschiedlichen Konfliktbereiche des Lebens und des Miteinanders von Mitteleuropäern und Einheimischen auf Kreta.

Angefangen vom Straßenverkehr, über die Kirche, Handwerker und den Hausbau, den Erfahrungen mit verschiedenen Behörden bis hin zum Gesundheitssystem werden viele kleine Geschichten des Zusammenlebens erzählt, die zeigen, wie unterschiedlich die Kulturkreise sind und wo Missverständnisse und Konfliktpotenzial vorprogrammiert sind. Dabei bleiben die Erzählungen immer unterhaltsam und kommen (größtenteils) ohne den mahnenden Zeigefinger aus, der heutzutage all zu oft im Zusammenhang mit Griechenland ins Spiel kommt.

Berücksichtigen muss man beim Lesen allerdings, dass sich einige Erfahrungen des Autors heute nicht mehr in dieser Form erleben lassen, da sich seither selbst auf Kreta einiges getan hat. Das Gesamtbild der Erzählungen bleibt aber trotzdem stimmig und erlaubt es auch Kreta-Unkundigen, sich eine recht gute Vorstellung zu machen. Speziell dann, wenn sie tatsächlich planen, sich auf Kreta niederzulassen oder Geschäftsbeziehungen dort zu pflegen.

Definitiv lesenswert, auch für Touristen, und daher eine klare Kaufempfehlung von mir.

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Kretische Einsichten von Heinz-Peter Wagner (*)