Ausflug in den Süden (I): Górtys, Kousés, Sivas und Kalamaki


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Ein schöner Ausflugstag aus den nördlichen Gefilden unserer Lieblingsinsel Kreta in den beschaulichen Süden.

Von der New Road aus nimmt man am westlichen Ende Heraklions den Abzweig in Richtung Mires, Agia Galini. Schnell ist man aus dem städtischen Gewusel der Hauptstadt heraus und findet sich auf der (anfänglich gut ausgebauten) Schnellstraße in den Süden, in Richtung Messará-Ebene, wieder. Die Fahrt führt zunächst durch sanft geschwungene Weinberge und dann durch die östlichen Ausläufer des Psiloritis-Gebirges in Richtung Agia Varvára. Hier, im gefühlt längsten Dorf der Insel gibt es, ausser vielen Kohlköpfen (achtet mal auf die vielen Gemüsegeschäfte ;-)), auch mehrere Geschäfte mit traditioneller, kretischer Kleidung und Brautmoden.

Kirche in Agia Varvara

Kirche in Agia Varvara

Einige Kurven hinter dem Ort hat man dann den ersten, schönen Ausblick auf die Messará-Ebene. Diese zieht sich wie ein gewaltiger, grüner Strom von der Inselmitte in Richtung libysches Meer. Begrenzt wird die Ebene im Süden vom Asteroussia-Gebirge und im Norden vom Psiloritis-Massiv.

Ausblick über die Messara am frühen Morgen

Ausblick über die Messara am frühen Morgen

„Unten“ angekommen erreichen wir den Ort Agii Déka, übersetzt die zehn Heiligen. Der Name stammt von zehn christlichen Märtyrern, die dort angeblich im 3. Jahrhundert nach Christus wegen ihres Glaubens enthauptet wurden.

Kurz hinter dem Ort erreichen wir das erste Ziel des heutigen Tages, eine der interessantesten Ausgrabungen auf der Insel, die antike Stadt Gortys, auch Gortyna genannt. Auf der rechten Seite der Straße befindet sich der offizielle Teil der Ausgrabung, hier muss man auch Eintritt bezahlen. Dafür bekommt man unter anderem die eindrucksvolle Titus-Basilika und eine Ausstellung mit wunderbar fein gearbeiteten römischen Marmorstatuen zu sehen.

Titus-Basilika in Gortys

Titus-Basilika in Gortys

Statue in Gortys

Statue in Gortys

Im Odeion, einem sehr gut erhaltenen römischen Theater aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. findet sich an der Nordwand der „Codex von Gortys“, der älteste Gesetzestext Europas.

Gesetzestext in Gortys

Gesetzestext in Gortys

Theater in Gortys

Theater in Gortys

Genauso interessant ist der südliche Teil der Ausgrabung auf der anderen Strassenseite. Hier bewegt man sich frei durch Olivenhaine, in denen sich immer wieder antike Fragmente wie Mauer- und Säulenreste, aber auch ganze Tempelanlagen, wie z.b. die Ruinen eines Apollon-Tempels und eines Tempels für die ägyptischen Götter befinden.

Im südlichen Teil der Ausgrabung von Gortys

Im südlichen Teil der Ausgrabung von Gortys

Auch der „Kopflose“ findet sich hier, eine männliche, römische Statue mit wunderschönem Faltenwurf, aber ohne Kopf. Dieser Teil der Ausgrabung ist besonders für Familien mit Kindern interessant, da man hier durch den alten Olivenbaumbestand auch im Sommer immer etwas Schatten findet und mit den Kindern eine „Trümmerrallye“ veranstalten kann.

Weiter geht es durch die typisch kretische Kleinstadt Mires, in der Samstags vormittags ein schöner Wochenmarkt stattfindet.

Hier folgt man der Beschilderung nach „Pombia„. Kurz hinter dem Ortsausgang von Mires lohnt sich dann ein Stop auf der rechten Seite bei Kanelada-Georgios, wo es neben Kanelada (Zimt-Getränk) auch Wein, Raki und Olivenöl zu probieren und kaufen gibt.

Das markante Schild von Kanelada-Georgios

Das markante Schild von Kanelada-Georgios

Georgios beim Aufbau seines vergrößerten Standes

Georgios beim Aufbau seines vergrößerten Standes

Weiter geht’s dann erst mal bis zum Abzweig rechts nach Petrokefáli. Hinter der Plateia des Ortes biegt man kurz darauf links ab nach Kousés.

Botano in Kouses

Botano in Kouses

In dem malerischen Örtchen befindet sich Bótano, der wohl berühmteste Kräuterladen der Insel, u.a. auch vorgestellt in der Fernsehsendung „Zu Tisch auf Kreta“ (hier zu sehen). Hier gibt es, in wunderschöner Atmosphäre, die typisch kretischen Kräutertees wie den griechischen Bergtee, oder auch Zistrosentee sowie viele verschiedene Teemischungen und Gewürze, zum Teil noch aus eigener Produktion, zu kaufen.

Botano in Kouses

Botano in Kouses

Unter der Decke des Geschäftes spannen sich Girlanden aus zu trocknenden Gewürzpaprikas und in mehreren Nischen der Decke brüten im Frühjahr Schwalben.

Botano in Kouses

Botano in Kouses

In einer Ecke des Ladens kann man verschiedene Tees kostenlos probieren und mit seinem Teebecher dann auf eine Aussichtsterrasse treten, von der aus man einen wunderbaren Blick über die Ebene  hat.

Botano in Kouses, Ausblick von der Terrasse

Botano in Kouses, Ausblick von der Terrasse

Ein kleiner Rundgang durch Kouses lohnt, da es sich tatsächlich noch um ein weitestgehend unverfälschtes kretisches Landdorf handelt.

Über eine schmale Landstraße erreicht man anschließend von Kousés aus Sivas, ein etwas größeres Örtchen mit einer schönen Plateía, Hier gibt es einige gute Tavernen, die sich für ein Mittagessen empfehlen und eine sehr schöne Töpferei, in der man zu günstigen Preisen sehr hübsche, handgemachte Souvenirs erwerben kann.

Töpferladen in Sivas

Töpferladen in Sivas

Wer in Sivas nicht essen möchte, sondern nur eine kleine Erfrischung sucht, für den bietet sich dann Kostas Kafenion an, dazu haben wir aber an anderer Stelle schon mehr geschrieben.

Kostas Kafenion in Sivas

Kostas Kafenion in Sivas

Nun aber ab ans Wasser. Von hier aus bieten sich zwei verschiedene Orte zum Baden an. Mátala mit seinen berühmten Felsenhöhlen und seinem künstlichen Hippie-Flair oder, viel ruhiger und beschaulicher, Kalamaki.

Aus Sivas heraus fährt man entweder geradeaus via Kamilari nach Kalamaki oder man biegt nach links Richtung Matala ab.

Falls es nach Matala gehen soll, bietet sich ein kurzer Abstecher am Kreisverkehr vor Matala rechts zu den Tavernen Vrachos und Mysical View an. In diesem Fall nicht zum Essen, obwohl man das dort auch gut kann, sondern einfach, um den fantastischen Blick über den Kommos zu genießen. Besonders schön ist das aber erst in der Abenddämmerung.

Abendlicher Blick über den Kommos vom Mystical View aus

Abendlicher Blick über den Kommos vom Mystical View aus

Der berühmte Kommos Beach, der oben im Bild zu sehen ist, beginnt in Kalamaki. Hier gibt es eine kleine Uferpromenade mit mehreren guten bis sehr guten Tavernen und Cafés, die alle auch Liegen am Strand und Süßwasserduschen bieten. dort wo man etwas verzehrt, darf man die Strandinfrastruktur sogar kostenlos nutzen.

Ruhe und Beschaulichkeit am Strand von Kalamaki

Ruhe und Beschaulichkeit am Strand von Kalamaki

Und wer mehr zu Kalamaki wissen und dort vielleicht sogar seinen nächsten Urlaub verbringen möchte, findet viele Informationen zum Ort auf unserer Webseite kalamaki.reisen. Wer etwas Glück hat, kann dann solche Sonnenuntergänge über der libyschen See bestaunen…

Sonnenuntergang in Kalamaki

Sonnenuntergang in Kalamaki

Damit endet unser Ausflug in den kretischen Süden, in dem man sicher noch sehr viel mehr hätte machen können. Aber dazu später einmal mehr in einem weiteren Artikel…

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