Kreta – eine Winterreise – Karneval und Co


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Die zwei Tage unserer Winterreise nach Kreta, von denen heute berichtet werden soll, drehen sich hauptsächlich um den Karneval auf Kreta, der dieses Jahr bedingt durch den Ostertermin der orthodoxen Kirche eine Woche hinter dem Karneval in Deutschland liegt.

Neunter Tag

Der Sonntag vor Rosenmontag ist in Griechenland quasi der letzte Karnevalstag, da hier, im Gegensatz zum Karneval in Deutschland, das Fasten schon am Rosenmontag, hier aber "sauberer Montag" oder griechisch "Kathara Deftera" genannt, beginnt.

Daher haben wir für den Nachmittag einen Besuch beim Karnevalsumzug in Pombia, einem kleineren Ort etwas im Landesinneren, eingeplant.

Wie üblich beginnt der Tag aber mit einem Frühstück auf dem Balkon und einem Spaziergang durch den Ort. Das Wetter ist heute sommerlich, zumindest solange man im Windschatten sitzt. Selbst im T-Shirt ist es fast zu warm. Kurz: ein Traum im Februar.

Wir verbringen daher nach einer kleinen Spazierrunde einen tollen Spät-Vormittag bei "Jastin" in Kalamaki, einfach mal Wetter und Meer genießen...

Zurück auf dem Zimmer packen wir nur kurz zusammen und fahren dann zu einem kleinen Mittagessen zu Chrisopigi, an der Kreuzung von Kamilari nach Kalamaki. Auch hier kann man beim Mittagessen traumhaft in der Sonne sitzen.

Das warme Fava ist sooooo lecker, und das sage ich als jemand, der es in kalt eher widerwillig mitisst.

Erstaunlich gut macht sich der eingelegte Meerfenchel als Beilage, auch auf dem "Thunfischsalat auf Pita" im obigen Bild.

Nach dem Essen machen wir uns langsam auf den Weg nach Pombia, denn den Ankündigungen zu Folge soll es ja um 16 Uhr losgehen. Pünktlich um 16 Uhr sind wir also vor Ort, aber nur um zu erleben, dass noch nicht mal die ersten Souvlakis an den vielen Ständen durchgegart sind. ;-)

Auch von einem Karnevalsumzug ist noch weit und breit nichts zu sehen, nur der gesamte Ort wird schon mit etlichen Lautsprecherboxen und zehntausenden Watt mit mehr oder weniger aktueller Musik beschallt.

Wir warten also und auch der Ort füllt sich mehr und mehr mit Besuchern, die wohl das griechische Zeitgefühl wesentlich besser verinnerlicht haben als wir.

Aber um 17 Uhr geht dann der Umzug unter weiterhin ohrenbetäubender Musik so langsam los. Man darf sich das Ganze aber nicht wie einen generalstabsmäßig organisierten Umzug in Deutschland vorstellen. Hier ist es eher so, dass mal ein Umzugswagen kommt, dann außer einer Hand voll Fußgängern erst einmal 10 Minuten nichts mehr passiert (außer Musik-Lärm ;-)) und dann so langsam am Horizont ein zweiter Wagen auftaucht. Notdürftig zusammengenagelt, vermutlich lebensgefährlich, aber mit mächtig viel Spaß bei allen Beteiligten verbunden. Und das ist ja die Hauptsache.

Für uns Karnevalsmuffel hat aber auch diese Art des Straßenkarnevals so gar nichts, so dass wir irgendwann abbrechen.

Nach einem kleinen Rundgang durch die Nebenstraßen von Pombia, die durchaus Sehenswertes zu bieten haben und damit auf unserer todo-Liste vermerkt werden, geht es dann nach Kalamaki, um unseren wohlverdienten Feierabend als Berichterstatter zu genießen. ;-)

Zehnter Tag

Heute ist Kathara Deftera, der "saubere Montag" und damit der Beginn der Fastenzeit der orthodoxen Kirche.

In Kamilari findet aus diesem Anlass heute eine Dorffeier statt, die wir gerne besuchen wollen. Aufgrund unserer gestern gemachten Erfahrung mit Zeitangaben hätten wir bei der angekündigten Uhrzeit von 11 Uhr schon skeptisch sein sollen... ;-) Naiv wie immer sind wir also um 11 Uhr vor Ort und können die mittlere Phase des Aufbaus erleben.

Wir nutzen die Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang rund um den Ort und fotografieren Blüten und Blumen. Erste Margariten sind mittlerweile auch zu sehen!

Nach dem Ende des Spaziergangs wird auch Kamilari endlich lautstark beschallt und die ersten Gäste haben sich eingefunden. Wir entscheiden uns aber dafür, erst einmal mit Freunden, die familiär mit dem Land verbunden sind, und daher die Traditionen kennen, einen Drachen am Strand steigen zu lassen. Das gehört hier zum "sauberen Montag" einfach dazu und der Strand zwischen Kalamaki und Kokkinos Pirgos ist von dutzenden Drachenfliegern belebt. Dazu gibt es ein Picknick mit (meist) Fastenspeisen. :-)

Nach dem Drachenfliegen geht es zurück nach Kamilari, zum mittlerweile deutlich stärker besuchten Dorffest. Es wird (kostenlos) Essen serviert, viele traditionelle Fastenspeisen wie Bohneneintopf, Taramas, Lupinen, Lagana usw. Auch die Getränke von Wasser über Wein bis Raki (mit Artischocken) gibt es dazu. Wir genießen dort die Stimmung und das Essen und beobachten die Tänzerinnen.

Später geht es dann noch nach Kokkinos Pirgos, da hier ein Konzert stattfinden soll. Um 16 Uhr. Der aufmerksame Leser wird sicher ahnen, wie es weiter geht. Jedenfalls sind auch um 16:30 die Musiker noch nicht einmal am Veranstaltungsort eingetroffen. :-)

Da es auch so schon ein langer Tag war, mit vielen neuen Eindrücken, entschließen wir uns, einfach ein kleines Abendessen bei Vafis in Sivas einzunehmen und so den Tag gut ausklingen zu lassen.

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