Rezept: Löffelsüßigkeit Rose – erster Versuch


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Löffelsüßigkeit Rose - serviert mit griechischem Joghurt

Löffelsüßigkeit Rose – serviert mit griechischem Joghurt

Eines meiner absoluten Lieblingsdesserts auf Kreta ist der wundervolle griechische Joghurt, getoppt mit der Löffelsüßigkeit aus Rosenblättern.

Diese Löffelsüßigkeiten, auf griechisch „Gliko Koutaliou“ (γλυκο κουταλιου), , eine Art supersüßes, halbkandiertes Kompott, sind eine urgriechische Angelegenheit und es ist eine Wissenschaft für sich, sie herzustellen. Am bekanntesten sind die Sorten mit den Schalen von diversen Zitrusfrüchten, oder auch ganzen Kumquats oder Sauerkirschen.

Die spezielle Sorte mit Rosenblättern habe ich vor vielen Jahren in der Taverna Sigelakis in Sivas kennen- und liebengelernt.

Da ich gerne mal griechische Rezepte ausprobiere, lag es mir schon lange auf der Seele, mal auszuprobieren, ob ich das hier auch zubereiten kann.

Man braucht dazu viele ungespritzte Blüten einer stark duftenden Rose. In unserem Garten wächst eine „Rose de Resht“ mit einem unvergleichlich starken Duftaroma und wunderschönen, kräftig pinkfarbenen Blüten, der perfekte Grundstoff war also schon einmal vorhanden.

Die Blütenspenderin...

Die Blütenspenderin…

Als vor ein paar Tagen dann endlich genug Blüten aufgegangen waren, habe ich es dann einfach mal probiert. Am frühen Morgen (so soll man es machen) eine Schüssel voller Rosenblüten gepflückt und die Blätter vom Blütenboden getrennt. Gewaschen habe ich die Blätter nicht, da die Rose mitten in meinem Garten, ein Stück entfernt von der nächsten Straße steht.

Jetzt zum Rezept:

Die Zutaten sind:
170g geputzte Rosenblätter
700g Zucker
170ml + ca. 50ml Wasser
Saft einer Zitrone (optional)

Die Gewichtsangaben sind ca. nach dem Originalrezept entstanden (100g Blüten, 500g Zucker und 100ml Wasser).

Als erstes wird der Zucker mit dem Wasser unter Rühren aufgekocht, bis der Zucker komplett gelöst ist. Das dauert ca. 10 Minuten.

Der Zucker ist schon mal gelöst, es kann los gehen...

Der Zucker ist schon mal gelöst, es kann los gehen…

Wenn der Zucker komplett gelöst ist, kommen (am besten in mehreren Partien) die Blüten dazu und die Masse wird weiter sanft geköchelt. Nach 15 Minuten Kochzeit sollte der Sirup dann eigentlich fertig sein. Bei mir war er es nicht, die Rosenblätter waren noch viel zu fest und die schöne Farbe hatte sich dem Zuckersirup auch noch nicht mitgeteilt.

Löffelsüßigkeit Rose - die Blütenblätter kommen in den Zucker...

Löffelsüßigkeit Rose – die Blütenblätter kommen in den Zucker…

Also das Ganze noch einmal 15 Minuten köcheln lassen. Schon besser. Der Sirup war mittlerweile schön pink und auch die Blüten waren etwas weicher.

Hier kocht es vor sich hin... ;-)

Hier kocht es vor sich hin… ;-)

Bei der Gelierprobe stellte sich dann heraus, dass das Ganze viel zu fest geworden ist. Also habe ich schluckweise mehr Wasser eingerührt und auch den Saft einer Zitrone (die passt für mich immer) und war dann irgendwann mit meiner Gelierprobe zufrieden, der Tropfen lief mehrere Zentimeter über den Teller.

Nach einer Kochzeit von insgesamt ca. 40 Minuten habe ich die Süßigkeit dann in vorbereitete, kleine Marmeladengläser abgefüllt. Und, während die Masse erkaltete, schon gesehen, es ist immer noch zu fest.

Trotzdem bin ich, für einen ersten Versuch, relativ zufrieden. Die Süßigkeit hat eine wunderschöne Farbe und die Rosenblätter immer noch ein ganz klein bisschen Biß.
Da die Süßigkeit eher die Konsistenz einer festen Marmelade hat, ist es in diesem speziellen Fall ratsam, die Portion, die gerade benötigt wird, mit ein bisschen Wasser zu verrühren und dann auf den Joghurt zu löffeln. So ist es dann doch relativ nah am Original.

Noch eine Anmerkung zum Geschmack: obwohl unsere Rose eine besonders stark duftende Sorte ist, schmeckt der fertige Sirup zwar sehr lecker, aber eher mild nach Rose. Ich vermute, dass die Löffelsüßigkeiten, die ich auf Kreta probiert habe, mit ein bisschen Rosenwasser versetzt waren, um den typischen, starken Rosengeschmack zu erzielen.

Falls ich in diesem Sommer noch einmal genug Blüten zusammenbekomme, probiere ich noch weiteres, deutlich aufwendigeres Rezept aus.

Aber jetzt erstmal Kalí Orexi, denn lecker ist auch der erste Versuch geworden.

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